Ernährungspsychologie

 

„Du bist, was du isst“

 

Ludwig Feuerbach, Philosoph (1804-1872)

Warum essen wir, was wir essen?

 

Was schätzen Sie, wie viele Entscheidungen wir tagtäglich bezüglich unserer Ernährung treffen müssen? Sie werden überrascht sein zu erfahren, dass es im Durschnitt ca. 200 Entscheidungen sind. Nur die wenigsten sind uns bewusst. Dazu gehört das ständige Nachdenken über das Mittag- oder Abendessen und den dazugehörigen Einkauf. Die meisten Entscheidungen und Verhaltensweisen sind rein unbewusst, wie z.B. die Geschwindigkeit unserer Nahrungsaufnahme und die Portionsgröße.

 

Jede dieser Entscheidungen kostet uns Energie. Daher ist es nicht verwunderlich, dass wir häufig rein instinktiv handeln und dabei auch oft für uns „ungesunde“ Entscheidungen treffen. Ein Beispiel dafür ist das Futtern von so vielen Süßigkeiten zu Weihnachten oder weil sie gerade auf dem Schreibtisch liegen. Die Lebensmittelindustrie arbeitet tagtäglich mit verführerischen, aktivierenden Umweltreizen und damit gegen unsere Vernunft (siehe die Süßigkeitenregale an der Supermarktkasse).

 

Besonders kompliziert wird es bei außergewöhnlichen Belastungen wie Stress, bei denen wir keine zusätzliche Energie mehr für sinnvolle Entscheidungen aufbringen können und den Weg des geringsten Widerstandes gehen.

 

Da gibt es dann 2 Typen der ernährungsbezogenen Stressverarbeitung:

 

Der erste Typ verliert seinen Appetit und nimmt in Stresssituationen eher ab. Wenn der Stress nachlässt, wird wieder zu einem normalen und anfangs sogar gesteigerten Appetit zurückgekehrt. Damit kann der vorübergehende Gewichtsverlust meist schnell wieder ausgeglichen werden. Bei lang anhaltendem Stress kann dies aber zu einem erheblichen Substanzverlust führen mit Folgen für die körperliche und psychische Gesundheit. Die Umwelt reagiert hier meist unterstützend.

 

Der zweite Typ steigert seinen Appetit, was auf den ersten Blick weniger schädlich für die körperliche und psychische Gesundheit ist. Bei Nachlassen des Stresses ist es in der heutigen Zeit erheblich schwieriger, wieder das Ausgangsgewicht zu erlangen. Langfristig ist dann die Gewichtszunahme an sich schon ein erheblicher Stressfaktor, der zu ungesunden Diäten und anderen Gegenmaßnahmen führt. Wer erst einmal versucht hat, sich „runterzuhungern“,  hat den ersten Schritt zu Übergewicht und Adipositas schon genommen. Einfach weniger essen und man nimmt ab, klappt meistens nicht. Die Umwelt ist dabei auch nicht sehr verständnisvoll und es kommt zu einer Stigmatisierung („Der schafft das eh nicht!“). Hier aus dem Teufelskreis heraus zu kommen ist erheblich schwieriger.

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